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Deutsche Meisterschaft in Feldkirchen-Westerham

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…Am 5. Mai fand in Feldkirchen-Westerham, ca. 40 Km südlich von München, die Deutsche DJKB Meisterschaft statt. Die Ausrichtung übernahm das Karate Dojo Feldkirchen unter der Leitung von Norbert Dank, der mit seinem Team eine hervorragend organisierte Veranstaltung präsentierte. Schade nur, dass in diesem Jahr weit weniger Teilnehmer vertreten waren, als bei den DM-Veranstaltungen der Vorjahre. Die Entfernung zum Austragungsort und der damit verbundene Zeit- und Kostenaufwand hatte offenbar so manches Dojo, vor allem aus dem norddeutschen Raum, davor zurückschrecken lassen, die Anreise in den südlichsten Teil Bayerns anzutreten.


Gegen 10.00 Uhr wurden die Wettkämpfe von Frau Bundesministerin Ilse Aigner, die der Veranstaltung als Schirmherrin beiwohnte, offiziell eröffnet. Den Anfang machten wie immer die Kumite-Mannschaften. Nach spannenden und teilweise sehr "unsanft" geführten Begegnungen, fanden um 14.00 Uhr die Kata-Wettbewerbe statt.


Schon seit Wochen hatte Sarah sich intensiv auf diesen Wettkampf-Höhepunkt vorbereitet. Nach ihren Erfolgen bei der MDM und bei der SWDT sprühte sie förmlich vor Motivation und freute sich, in Feldkirchen letztmalig in der Altersklasse der 16 - 17 Jährigen an den Start gehen zu können. Die Vorfreude änderte sich jedoch schlagartig, als sie plötzlich mit der Situation konfrontiert wurde, gleich in der ersten Runde gegen eine Gegnerin antreten zu müssen, die nach den Reglements der Ausschreibung und der Sportordnung nicht teilnahmeberechtigt gewesen wäre. Ihre Emotionen unterdrückend gelang es ihr nur mit Mühe, sich wieder auf den Wettkampf zu konzentrieren und vollen Einsatz zu zeigen. Dennoch musste sie sich nach einem ausgeglichenen ersten Durchgang, mit 3:1 KR-Stimmen im Stechen der späteren Gewinnerin geschlagen geben. Unser Befremden über diese nachträglich von der Wettkampfleitung vorgenommene Änderung, machten wir sofort in Form eines Protests kund, woraufhin Sarah die Möglichkeit bekam, sich im Rahmen einer eigentlich nicht vorgesehenen Trostrunde, zu qualifizieren. Immer noch innerlich aufgewühlt gelang es ihr nicht, sich auf die neue Situation einzustellen und die Begegnung für sich zu entscheiden. Offensichtlich hatte sie sich bereits gedanklich damit abgefunden, aus dem Wettkampf ausgeschieden zu sein, als sie völlig überraschend aufgefordert wurde, noch mal anzutreten. Noch nie war ein Ausscheiden aus einem Wettkampf bitterer, als an diesem Tag. Zumal die Gründe hierfür nicht allein auf direkte Leistungsvergleiche zurückzuführen waren.

Mag sein, dass Sarah unter anderen mentalen Voraussetzungen genauso früh ausgeschieden wäre. Mag sein, dass die Betreffenden der Teilnahme jüngerer Wettkämpfer in einer höheren Altersklasse weniger kritisch gegenüberstehen oder die Problematik möglicherweise aus Mangel an Objektivität zu bagatellisieren versuchen.

Tatsache aber ist, dass es Altersklassen gibt, die in unserer Sportordnung festgelegt sind. Tatsache ist auch, dass die Teilnehmermeldung durch die Meldefrist in der Ausschreibung zeitlich begrenzt ist.

Beides sind Reglements, die vorgegeben sind und ein konformes Verhalten von allen Beteiligten erfordern. Warum sich ausgerechnet diejenigen, die für den ordnungsgemäßen Ablauf verantwortlich sind, über solche Regularien hinwegsetzen, um einer Wettkämpferin kurzfristig die Teilnahme zu ermöglichen, entzieht sich rationaler Erklärungsversuche. Solche wettbewerbsverzerrenden Einwirkungen unmittelbar vor Turnierbeginn lösen nicht nur Befremden und Glaubwürdigkeitszweifel aus, sondern verstoßen eklatant gegen die Prinzipien der Fairness und Chancengleichheit.

Ich hoffe, dass dieser Vorfall an entsprechender Stelle zu Denken geben und ein konsequenteres Umsetzen zur Folge haben wird.


Oss

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