Henrik Ernst

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Mittwoch, 01 Februar 2012 21:37

Karate als Kampfsport

Karate als sportliche Wettkampfdisziplin wurde erst nach dem 2. Weltkrieg entwickelt. Beim sportlichen Wettkampf sind grundsätzlich zwei Wettkampfformen vorgesehen:

  • das KATA-Turnier
  • das KUMITE-Turnier

KUMITE

Beim KUMITE (oder freier Kampf) stehen sich die beiden Kontrahenten auf der Kampffläche zum Zweikampf gegenüber. Die Bedingungen, unter denen der Kampf stattfindet, sind äußerst realistisch; man kann hier von einer höchsten Steigerung sämtlicher Aspekte des Karate sprechen. Während des Kampfes, dessen Dauer festgelegt ist, versucht jeder der beiden Kämpfer, mit Angriffstechniken Wertungen zu erzielen, wobei die Kriterien für eine wertbare Technik im wobei die Kriterien für eine wertbare Technik im Regelwerk genau festgelegt sind.

Diese Kriterien sind so gehalten, dass bei ihrer Beachtung Verletzungen des Gegners ausgeschlossen sind. So ist es zum Beispiel verboten, den Gegner mit einer Technik am Kopf zu treffen, das heißt die Technik muss unmittelbar vor dem Ziel abgestoppt werden, wozu eine entsprechende Beherrschung der Technik und des Körpers notwendig ist.

Die Wertungen der Techniken werden unmittelbar nach Ausführung von dem an der Kampffläche befindlichen Kampfrichter ausgesprochen. Die Gestik und die Bedeutung der Kampfrichterentscheidun gen sind aus einem Merkblatt ersichtlich. Erreicht einer der beiden Kämpfer einen ganzen Punkt (Ippon) während der regulären Kampfzeit, wird der Kampf vorzeitig beendet, ansonsten wird der Sieger durch eine Entscheidung der Kampfrichter ermittelt. Ein Unentschieden ist nur bei Mannschaftskämpfen möglich.

Die Zielregionen für eine wertbare Technik sind begrenzt auf Kopf (einschließlich Nacken), seitlicher Hals, die Brust (vorn und seitlich, einschließlich Solarplexus, Rippen, Magen) und den Rücken (Rückgrat und Nieren).

Die Bedingungen für Ippon sind unter anderem:

  • saubere Technik,
  • gute Haltung,
  • starke Kraftkonzentration (Kime),
  • gutes Timing,
  • korrekte Distanz

Werden die Bedingungen für Ippon nicht erfüllt, besteht die Möglichkeit, den Angriff mit einem halben Punkt (Waza-ari) zu werten. Erzielt ein Kämpfer in einem Kampf zwei Waza-ari, so werden sie als (Awasete-) lppon gewertet und der Kampf ist ebenfalls beendet. 

KATA

Die KATA ist einfach gesagt, ein Kampf gegen imaginäre Gegner. Sie war ursprünglich die einzige Wettkampfform des Karate. Die Kata ist eine Folge genau festgelegter Angriffs- und Abwehrtechniken. Äußerlich stellt die Kata einen Scheinkampf gegenüber mehreren Angreifern dar, die sich aus verschiedenen Richtungen nähern. Es gibt ca. 30 unterschiedliche.

Die Schönheit der Kata liegt in ihrem Zutagetreten von Kampfgeist, Geschmeidigkeit der Bewegung und Rationalisierung der Aktionen. Somit verkörpert die Kata Ästhetik und gleichzeitig Härte und Nutzanwendung für den realen Kampf. Die einzelnen Katas unterscheiden sich neben der Art und der Abfolge der Einzeltechniken vor allem auch im Rhythmus.

Es gibt langsame, kraftvolle mit Betonung der Atmung und Kraftkonzentration und solche, die dynamisch, schnell und wendig vorgeführt werden. Katas werden ähnlich der Kür beim Eiskunstlauf bewertet, wobei die höchste und niedrigste Wertung gestrichen werden. Sieger ist der Karateka mit der höchsten Gesamtpunktzahl.

Katas werden ähnlich der Kür beim Eiskunstlauf bewertet, wobei die höchste und niedrigste Wertung gestrichen werden.Sieger ist der Karateka mit der höchsten Gesamtpunktzahl.  Die Bewertungskriterien sind dabei:

  • exakte Ausführung der jeweiligen Kata im Ablauf Exaktheit der angewandten Techniken und Starke
  • Krafteinsatz sowie Einsatz der Kraft im richtigen Zeitpunkt
  • Ausstrahlungskraft des Karatekas mit und durch die Kata

Bei einer Mannschaftskata, bei der eine Kata von drei Karateka in einer bestimmten Formation gleichzeitig vorgeführt wird, kommt als weiteres Bewertungskriterium die Synchronität der einzelnen Bewegungsabläufe hinzu.

Dr. Wolfgang Gutte

 

Mittwoch, 01 Februar 2012 20:47

Was ist Karate?

Karate ist ein Verteidigungs-System, bestehend aus Selbstverteidigung, Kampfsport, Körper- und Geistschulung. Unsere Kampfkunst wurde ursprünglich in China entwickelt, kam über Okinawa schließlich nach Japan. Das Wort „Karate" setzt sich zusammen aus den japanischen Ausdrücken „Kara", was „leer" bedeutet, und „te", was „Hand" bedeutet. Dies ist symbolisch für die Trainingsteilnehmer, Karateka genannt, die nur mit ihren Händen, Armen, Beinen und Füssen kämpfen, also unbewaffnet sind.

Kann jeder Karate trainieren?

Karate kann von Männern, Frauen und Kindern trainiert werden. In unseren Vereinen „Dojo" trainieren sehr junge und ältere Karateka, oft mit- und nebeneinander. Das Einstiegsalter für Karate beginnt heute – in der Regel – etwa mit dem 7. - 8. Lebensjahr. Karateschüler verbessern – neben den konditionellen und physischen Faktoren – ihr Selbstbewusstsein, ihre Selbstachtung steigt und sie gewinnen erheblich an Konzentrationsfähigkeit. Immer wieder loben Eltern und Lehrer den positiven Einfluss des Karatetrainings auf Kinder und Jugendliche, die in Karate-Dojo/Vereinen trainieren und hier – neben und mit der Kampfkunst – auch Disziplin, Bescheidenheit und Höflichkeit lernen; drei Eigenschaften, auf die wir Karateka in unserem Dojo größten Wert legen.

Was wird mein Training beinhalten?

Das Karate-Training wird in drei Lernschwerpunkte eingeteilt:
Kihon (Üben der Grundtechniken des Blockens, Stoßens, Schlagens, Tretens), Kata (Serie vorgeschriebener Technikfolgen) und Kumite (Partner- und Kampfübungen). Dabei besteht jeder der drei Teile aus einer Reihe diverser Lernstufen, um den unterschiedlichen Voraussetzungen und dem jeweiligen Niveau der Lerngruppe gerecht zu werden. Kumite z.B. wird über die grundlegenden Block-, Konter- u. Angriffstechniken eingeführt und immer wieder geübt. Schließlich führt es nach jahrelangem Training zum freien Kampf. Dort wird man gelehrt, auf überraschende Angriffe hin zu reagieren und sich zu verteidigen, aber auch selbst zum Gegenangriff überzugehen und entschlossen zu attackieren. Eingeleitet und ergänzt wird das Karatetraining allgemein durch ausgiebige Gymnastikübungen und Übungen zur Stärkung der Muskulatur und Ausdauer.

Welchen Nutzen bringt mir Karate?

Das recht harte, Ausdauer und Willen fordernde Training ist notwendig, um ein hohes technisches Niveau im Karate zu erreichen und so die Gesundheit, die Fitness und das Wohlbefinden zu fördern. Die geforderte Konzentration und die Notwendigkeit, regelmäßig und ausdauernd zu trainieren, formen auf Dauer Verhalten und Charakter. Der „Trainingskodex" (siehe Etikette), die Ethik des Karate sichert eine disziplinierte Trainingsumgebung und so ein gefahrloses, verletzungsfreies Training für alle Karateka der Übungsgruppe. Darüber hinaus gilt für den Karateka die Regel „Karate ni sente nashi" („im Karate gibt es keinen ersten Schlag") so dass ein wahrer Karateka gegenüber seinen Mitmenschen zu einer friedfertigen Einstellung erzogen wird und körperliche Gewaltanwendung nur als letztes Mittel der Selbstverteidigung akzeptiert. Diese Tatsache ist auch für die gesamte Gesellschaft von großem Nutzen.

Wie kann ich meinen Fortschritt messen?

Karateschüler können nach einer bestimmten, in den Ausbildungs-Richtlinien des Deutschen Karate Verbandes e.V. festgelegten Trainingsperiode, an einer Gürtelprüfung teilnehmen. Diese Gürtelprüfung wird von Dan-Trägern abgenommen, die über eine entsprechende Prüfer-Lizenz (A-, B-, C-, D-Lizenz) verfügen. Für alle Gürtelgrade gibt es eine Prüfungsordnung, welche die jeweiligen Anforderungen beschreibt. Man unterscheidet Schüler-Grade (Kyu-Grade), beginnend mit der Gürtelfarbe Weiss, dann Gelb-, Orange-, Grün-, 2x Blau-, 3x Braun und Meister-Grade (Dan-Grade) mit bis zu 10 Meisterstufen. Schüler können nach etwa 4 bis 6 Jahren Training in der Regel die Prüfung zum 1. Dan ablegen.

Was wird mich Karate kosten?

Karate ist eine „kostengünstige" Beschäftigung für Ihre Freizeit. Man braucht als Ausrüstung nur einen weißen Karate-Anzug (Karate-Gi) und einen Gürtel (Obi). Karate-Gi gibt es in den verschiedensten Preisklassen, je nach Stoffqualität, Optik und Schnitt, von etwa 35 bis 120 Euro. Allerdings ist die Anschaffung eines qualitativ höherwertigen Karate-Gi spätestens dann zu empfehlen, wenn Sie entschlossen sind, die Kampfkunst ernsthaft und überdauernd zu erlernen. Die Beiträge zu den Vereinen bewegen sich im Rahmen aller anderen Vereinssportarten, jährlich fällig wird ein Verbandsbeitrag, der zwischen 11 Euro (Jugend) und 22 Euro (Erwachsene) beträgt.

Nach dem erfreulich guten Abschneiden bei der Mitteldeutschen Meisterschaft (MDM) in Dieburg vor zwei Wochen, reisten wir mit gesundem Optimismus und einer kleinen Auswahl unserer Nachwuchswettkämpfer nach Iffezheim bei Baden-Baden, wo am Sonntag, den 27. März erstmalig die Südwestdeutsche Meisterschaft ausgetragen wurde.

Die Ausrichtung übernahm das Karate Dojo Makoto, das nicht nur für optimale Rahmenbedingungen sorgte, sondern zudem auf einen zügigen und reibungslosen Ablauf achtete und damit erheblich zu einem angenehmen Aufenthalt und einer nicht überbeanspruchenden Veranstaltungsdauer für alle Beteiligten beitrug.

Samstag, 14 Januar 2012 22:14

Meldung

 

Anmeldung bitte

  • per E-Mail an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

oder

  • per Post an: Karate Dojo Wiesbaden e.V., Schiersteiner Str. 73, 65187 Wiesbaden (handschriftliche Meldungen bitte in Druckbuchstaben)

Meldeschluß: 7. März 2012

Startgebühren: Einzel 8,- €, Mannschaft 20,- €

Überweisung bis spätestens 10. März 2012 an:

Naspa Wiesbaden, BLZ: 510 500 15, Konto 100 353 499,

keine Annahme von Schecks oder Bargeld!

 

 

Samstag, 14 Januar 2012 22:09

Mitteldeutsche Meisterschaft 2012

Am Sonntag, den 11. März steht Wiesbaden wieder ganz im Zeichen des Karatesports: über 200 Karatesportler aus Hessen und den benachbarten Bundesländern werden als Teilnehmer an der Mitteldeutschen Karate Meisterschaft des DJKB erwartet, die nach 2009 zum zweiten Mal in der hessischen Landeshauptstadt ausgetragen wird.


Karatesportler verschiedener Altersklassen treten in den Disziplinen KATA (Scheinkampf) und KUMITE (Freikampf) an, um nach den Regeln des Fachverbandes für traditionelles Karate die diesjährigen Titelträger zu ermitteln.

Auch das Karate Dojo Wiesbaden e.V., das die Ausrichtung dieser überregionalen Veranstaltung übernommen hat, ist wieder mit einigen Teilnehmern vertreten und lädt alle Kampfsport- und Karateinteressierte herzlich zum Zuschauen ein.

Die Vorkämpfe beginnen um 10.00 Uhr in der Sporthalle am 2. Ring (Konrad-Adenauer-Ring 55). Der Eintritt ist frei.

 

10-wöchige Anfängerkurse für Kinder, Jugendliche und Erwachsene werden im Frühjahr und im Herbst angeboten und frühzeitig auf unserer Homepage sowie durch Veröffentlichungen in der Lokalpresse bekanntgegeben.

Das Anfänger-Training für Kinder findet freitags, für Jugendliche und Erwachsene dienstags in unserem Dojo in der Schiersteiner Strasse 73 statt. Die Möglichkeit zur Teilnahme an einem Probetraining besteht für Anfänger zu Beginn der Anfängerkurse mit einer Schnupperstunde. Für Fortgeschrittene jederzeit nach vorheriger Kontaktaufnahme unter 0152 - 0730 - 0731 oder per E-Mail.

In den ersten Trainingsstunden werden Karate-Grundtechniken vermittelt und partnerweise in der Anwendung geübt. Vor und nach dem karatespezifischen Techniktraining werden gymnastische Übungen zur Steigerung der Beweglichkeit sowie Kräftigungsübungen zum Konditionsaufbau gemacht. Formen der Kata und der Selbstverteidigung sind elementare Trainingsbestandteile und bauen auf erlernte Abwehr- und Angriffstechniken auf. Methoden zur Reaktions- und Konzentrationsschulung gehören ebenfalls zum Trainingsprogramm und sind abhängig vom erreichten Grad im Rahmen verschiedener Zweikampf- und Formenübungen vorgesehen.

Am zweiten Oktober-Wochenende war der mehrfache Kata-Weltmeister Julian Chees (5. Dan) aus Würzburg zu Gast beim Karate Dojo Bushido Selztal eV.

Bereits zum zweiten Mal ist es dem erst vor 2 Jahren gegründeten Verein unter der Leitung von Gerd Thielmann (3. Dan) gelungen, einen hochkarätigen Karateka in die rheinhessische Weingemeinde Stadecken-Elsheim zu holen und einem hochmotivierten Teilnehmerkreis Karatelehrstunden auf allerhöchstem Niveau zu präsentieren.

Auch Mitglieder aus unserem Dojo ließen es sich nicht nehmen, das herrlich sonnige Oktober-Wochenende damit zu verbringen, sich auf einzigartige Weise von den Techniken des gebürtigen Philippinen und seinen anschaulichen Erklärungen inspirieren zu lassen.

Das am nördlichen Zipfel des Odenwaldes unweit von Darmstadt gelegene Dieburg war am vergangenen Sonntag Austragungsort der diesjährigen Mitteldeutschen Meisterschaft des DJKB. Mehr als 250 Karatesportler verschiedener Altersklassen fanden sich in der Schloßgartenhalle ein, um nach den Regeln der JKA die Titelträger in den jeweiligen Einzel- und Mannschaftsdisziplinen zu ermitteln.

Auch unser Dojo war mit mehreren Teilnehmern vertreten und hat mit dem Titelgewinn in zwei Disziplinen einen erfolgreichen Start in die neue Wettkampfsaison hingelegt.

Samstag, 01 Januar 2011 01:00

Startseite

Herzlich Willkommen auf der Homepage des

Karate Dojo Wiesbaden e.V.

 
Karate ist eine japanische Kampfkunst, die auf den ersten Blick zur Selbstverteidigung oder als Wettkampfsport ausgeübt wird. Je intensiver man sich jedoch mit Karate beschäftigt, umso mehr erkennt man, dass beide Bereiche nur äußerliche Erscheinungsformen dieser Kampfkunst sind und dass der eigentliche Sinn viel mehr darin besteht, durch Training von Technik und Körperkraft, Disziplin, Ernsthaftigkeit und Etikette, die Einheit von Körper und Geist anzustreben.

Wenn Sie mehr über Karate-Do als lebensbegleitende Kampfkunst erfahren wollen und Interesse am Erlernen dieser traditionellen japanischen Kampfkunst haben, laden wir Sie recht herzlich ein, sich auf unserer Homepage zu informieren oder persönlich bei uns im Dojo vorbeizukommen!
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